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Reisetipps Sachsen-Anhalt (7)

Schloss Mosigkau – Rokokojuwel im Gartenreich Dessau-Wörlitz

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Schloss Mosigkau in Dessau-Roßlau zählt zu den bedeutendsten Rokokoanlagen in Sachsen-Anhalt und ist Teil des UNESCO-Welterbes Gartenreich Dessau-Wörlitz. Die Anlage liegt im Ortsteil Mosigkau und gilt als eines der letzten weitgehend erhaltenen Rokokoensembles in Mitteldeutschland.

Erbaut wurde das Schloss im 18. Jahrhundert als Sommersitz der Prinzessin Anna Wilhelmine von Anhalt-Dessau – einer der prägendsten Persönlichkeiten in der Geschichte der Anlage.

Ein Schloss mit persönlicher Geschichte

Schloss Mosigkau geht auf eine Stiftung von Fürst Leopold I. zurück, der seiner Tochter Anna Wilhelmine Mitte des 18. Jahrhunderts zwei Güter in Mosigkau schenkte. Die Prinzessin ließ daraus eine repräsentative Schlossanlage entwickeln und beauftragte 1752 den Baumeister Christian Friedrich Damm mit dem Bau ihres Sommersitzes.

Die Anlage wurde nicht nur nach architektonischen Vorstellungen gestaltet – auch die Prinzessin selbst war maßgeblich an der Ausgestaltung beteiligt. Mosigkau diente ihr als Rückzugsort, an dem sie Kuren durchführte, Gäste empfing und zugleich höfische Aufgaben wahrnahm.

Schloss Mosigkau in Dessau-Roßlau mit barocker Gartenanlage

Foto: Privat

Einblicke in das Schloss

Ein Teil der historischen Räume kann bis heute besichtigt werden. Dazu gehören unter anderem Audienzzimmer sowie der zentrale Galeriesaal.

Dieser bildet den Höhepunkt der Anlage: Hier befindet sich eine der seltenen, nahezu vollständig erhaltenen barocken Gemäldehängungen Europas. Die Sammlung umfasst Werke bedeutender flämischer und niederländischer Künstler sowie Bildnisse anhaltinischer Fürsten.

Schlosspark und Gartenanlage

Zum Schloss gehört ein Garten, der sich südlich der Anlage erstreckt. Charakteristisch sind die klar strukturierten Bereiche mit Parterres, Heckenanlagen und einzelnen Gestaltungselementen wie einem Fischteich oder einem Irrgarten.

Auch Orangerien gehören zur Anlage. Sie dienen bis heute der Überwinterung historischer Kübelpflanzen, von denen einige bereits seit Jahrhunderten gepflegt werden.

Das Fräuleinstift Mosigkau

Nach dem Tod von Anna Wilhelmine im Jahr 1780 wurde das Schloss gemäß ihrem Testament in ein Stift für unverheiratete adlige Frauen umgewandelt. Das sogenannte „Hochadelige Fräuleinstift Mosigkau“ bestand bis 1945.

Insgesamt lebten hier mehrere Generationen von Stiftsdamen, deren Alltag durch eine detaillierte Stiftsordnung geregelt war. An diese Zeit erinnern heute rekonstruierte Wohnräume sowie der Stiftsfriedhof im nördlichen Teil des Gartens.

Tipps für deinen Besuch

Schloss Mosigkau eignet sich besonders für einen ruhigen Ausflug abseits der großen Besucherströme. In Kombination mit einem Spaziergang durch den Park oder einem Abstecher nach Dessau-Roßlau lässt sich hier ein entspannter Tag im Gartenreich verbringen.

Der Schlosspark ist ganzjährig tagsüber zugänglich. In den Wintermonaten erfolgt jedoch kein Winterdienst, sodass Wege bei entsprechender Witterung eingeschränkt nutzbar sein können.

Aktuelle Informationen zu Öffnungszeiten, Eintrittspreisen und Führungen findest du auf der offiziellen Seite von Schloss Mosigkau.

Wusstest du schon?

Schloss Mosigkau wurde ursprünglich als privater Sommersitz erbaut und später zu einem Stift für adlige Frauen umgewandelt – eine Nutzung, die bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts bestand.

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